Wissenschaftler in Hamburg 9
Otto Stern (1888-1969) und seine Jahrhundertexperimente, die die Welt der Physik revolutionierten
Karin Reich; Horst Schmidt-Böcking
Otto Stern promovierte 1912 in Breslau in physikalischer Chemie. Er wirkte in Prag, Zürich und Frankfurt am Main, wo am 8. Februar 1922 zusammen mit Walther Gerlach (1889-1979) das weltberühmte Stern-Gerlach-Experiment durchführte, sowie in Rostock und Hamburg. Dort entstanden in der Zeit von 1923 bis 1933 in Zusammenarbeit mit einem großartigen Forscherteam 30 fundamentale Arbeiten zur Molekularstrahlmethode, darunter die Messung des magnetischen Moments des Protons. Sterns Weg in die erzwungene Emigration führte ihn 1933 in die USA, zunächst nach Pittsburgh und 1945 nach Berkeley. Er wurde 1943 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. In der Nachkriegszeit reiste er fast jedes Jahr nach Europa, um Kontakte mit ehemaligen Kollegen zu pflegen; Hamburg besuchte er nie wieder. Nach seinem Tod würdigte man Otto Stern und seine so überaus erfolgreiche Molekularstrahlmethode zunächst vor allem in Hamburg und später auch in Frankfurt am Main.
392 Seiten
Preis: 30,00 Euro
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