Mäzene für Wissenschaft Neue Folge 3
Henry und Emma Budge
Oder wie Hamburg einmal ein Porzellan-Palais entging
Karen Michels
Nach Jahrzehnten erfolgreicher Tätigkeit in den USA ließ sich Henry Budge zusammen mit seiner aus Hamburg stammenden Frau Emma in der Hansestadt nieder. Von hier aus entfalteten sie eine rege mäzenatische Tätigkeit, in deren Zuge unter anderem Heime für Hilfsbedürftige etabliert und die Universitäten in Frankfurt am Main und Hamburg unterstützt wurden. Am Alsterufer errichtete Martin Haller für das Ehepaar ein bemerkenswert großzügig dimensioniertes Wohnhaus. Es sollte nach dem Tod der Besitzer an die Freie und Hansestadt Hamburg vererbt werden und die umfangreiche und hochkarätige Kunstsammlung aufnehmen, die Emma Budge mit großem Engagement zusammengetragen hatte. Nach ihrem Tod musste die Sammlung jedoch versteigert werden, und in ihrem Palais richtete sich der nationalsozialistische "Reichsstatthalter" ein. Dass hier heute die Hochschule für Musik und Theater residiert, verdankt sich also letztlich der nationalsozialistischen Verfolgungspolitik. Das philanthropische Lebenswerk von Emma und Henry wurde so unwiederbringlich zerstört. Mit dieser ersten umfassenden Biographie aus der Feder von Karen Michels über das außergewöhnliche Ehepaar Budge wird es verdient gewürdigt.
160 Seiten
Preis: 19,90 Euro
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Lesen Sie hier die Rezension des Bandes in der Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte.