Der Mann, der Paradiese schuf: Max Emden – im Buch und im Film

Max Emden (1874-1940) ist ein Pionier der Kaufhaus-Kultur. Darüber hinaus sammelte er exquisite Kunst – großzügig förderte er zahlreiche Einrichtungen seiner Heimatstadt Hamburg. Auch verstand dieser Hanseat zu genießen. Nach dem Verkauf der meisten seiner Warenhäuser erwarb er 1927 die Brissago-Inseln im Lago Maggiore und lebte fortan im schweizerischen Tessin. 

Ulrich Brömmlings Biographie des Hamburger Kaufhaus-Erfinders schildert, wie Max Emden die väterliche Firma groß machte und ein Vermögen erarbeitete, zu dem das Berliner KaDeWe ebenso gehörte wie das Oberpollinger in München, das Allas in Stockholm und das Corvín in Budapest. Der Autor zeigt die europäische Dimensionen eines enorm erfolgreichen kaufmännischen Wirkens und erzählt zudem von Emdens erlesener Kunstsammlung. Sie umfasste mehrere Gemälde Canalettos, die schließlich in den Besitz Adolf Hitlers gelangten. Diese unglaubliche Kunst-Geschichte gleicht einem bitteren historischen Kriminalroman. 

Brömmling porträtiert in "Max Emden. Hamburger Kaufmann, Kaufhauserfinder, Ästhet und Mäzen" eine schillernde Persönlichkeit, die vom nationalsozialistische Regime um ihr Vermögen gebracht wurde. Der Biographie aus der Reihe "Mäzene für Wissenschaft" liegt eine DVD mit dem Film "Auch Leben ist eine Kunst – Der Fall Max Emden" von André Schäfer und Eva Gerberding (2019) bei.

Welche Hamburger Persönlichkeiten engagieren sich für die Wissenschaft und ihre Einrichtungen – was motiviert sie und welche Impulse setzen sie? Die Biographien der Reihe "Mäzene für Wissenschaft" porträtieren außergewöhnliche Menschen, ihre Leistungen und ihr Wirken. Die Bände werden von der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung herausgegeben und erscheinen im Wallstein Verlag. Sie können direkt dort oder im Buchhandel (ISBN 978-3-8353-3571-0) bestellt werden.